Frust und Überforderung

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Berrybär
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Re: Frust und Überforderung

Beitrag von Berrybär » So 20. Jan 2019, 10:35

Hi,
bei Hundebegegnungen würde ich es für dem Irish Terrier zugeschriebene Eigenschaft halten, sich auf Auseinandersetzungen/Provokation einzulassen. Damit gepaart, zuvor nie gelernt zu haben solche Situationen zu händeln. Aber durch das gezielt Ruhe reinbringen, für ihn Energie rausnehmen statt abladen, ist das schon am sich bessern.

Klar hat er anfangs getestet, ob er bei einer Ansage von mir dagegen gehen kann. Das sehe ich in der Anfangszeit normal, er muss auch erst Mal gucken und herausfinden, wo er steht und wie meine Qualifikationen sind.

Von dem Trainer möchte ich hauptsächlich erfahren, wie ich draußen bei Berry entweder übermäßige Aufregung vermeiden kann, und/oder ihn gezielt wieder von der Aufregung runterbringen kann.
LG Berrybär.

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Re: Frust und Überforderung

Beitrag von Anila_Admin » Mo 21. Jan 2019, 00:19

Hallo Kathrin,

erzähl mal dann ganz ausführlich, mich interessiert es immer sehr, was Trainer beobachten und welche Schlüsse sie draus ziehen.

Viele Grüße
Anila

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Berrybär
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Re: Frust und Überforderung

Beitrag von Berrybär » Mi 17. Apr 2019, 10:05

Hi, kurzes Update.

beim letzten Labor wurde u.a. auch Cortisol mitbestimmt. Da hatte er z.B. einen Wert von 2 und der Bereich geht von 0,4 - 4,5. Das wirft meine bisherige Einschätzung, das er draußen aufgrund von Stress so "unruhig" drauf sein könnte, etwas über den Haufen. ABER das finde ich gleichzeitig gut, vielleicht gibt es (dank den Hinweisen der Forschungsarbeit) doch einen körperlichen Auslöser für seine Unruhe draußen.
Futter, Schilddrüse, Allergien, sind jedenfalls kein Auslöser.

Was mir kürzlich auffiel, sein linkes Ohr (er hatte im Tierheim beidseitig massiv Ohrmilben mit einer hochgradigen Enzündung der Ohren, links war es schlimmer) ist immer noch innen leicht dunkel-rosaner als das rechte.
Es wurde damals zwar unter Narkose eine Probe entnommen, gezielt behandelt, auch regelmäßig vom Tierarzt kontrolliert und irgendwann für "abgeheilt" befunden.
Aber vielleicht stören/triggern ihn deshalb z.B. Autos die an ihm vorbeifahren!? :think:
(Seit kurzem wird es mit Otomax behandelt, das gab es damals schon vom TA zur Behandlung).
LG Berrybär.

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Re: Frust und Überforderung

Beitrag von Anila_Admin » Sa 20. Apr 2019, 22:53

Hallo,
beim letzten Labor wurde u.a. auch Cortisol mitbestimmt.
Der unterliegt im Tagesverlauf allerdings Schwankungen. Eine einmalige Messung reicht da vielleicht gar nicht?

Eine hochgradige Ohrenentzündung ist natürlich ebenfalls ein Stressor.

Wenn Hunde Autos jagen, denke ich allerdings zuallererst daran, dass das ein starker Bewegungsreize ist, dem sie nachgeben.

Selbst, wenn die Autos zu Beginn gruselig waren - sie entfernen sich halt ganz schnell und da kann ein Hund durchaus auf die Idee kommen, dass sie es deswegen tun, weil er sie erfolgreich vertreibt.

Wie reagierst du darauf? Was hast du bislang alles ausprobiert?

Viele Grüße
Anila

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Re: Frust und Überforderung

Beitrag von Berrybär » So 21. Apr 2019, 09:31

Hi,
da ich es weiß, beobachte ich seine Körpersprache vorzeitig wenn ich ein Auto sehe oder höre. Ist dann eben mein Part, da aufmerksam zu sein. Er bekommt die Chance, es von selbst zu lassen und wird jedes Mal dafür gelobt wenn er nichts gemacht hat. Sehe ich, das er die Tendenz hat, sage ich vorzeitig nein. Überwiegend unterlässt er es dann und wird dafür dann auch wiederum gelobt.
Aber ich denke, dass das bei ihm eines der Dinge ist, die nie so weit weg gehen, das es für ihn nie mehr ein Thema sein wird.

Eine hochgradige Entzündung hat er nicht mehr, aber das linke Ohr (das damals schlimmer betroffene) ist trotzdem nicht so ganz wieder in Ordnung wie es sein sollte.
LG Berrybär.

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Re: Frust und Überforderung

Beitrag von Anila_Admin » So 21. Apr 2019, 22:23

Hallo,
Sehe ich, das er die Tendenz hat, sage ich vorzeitig nein. Überwiegend unterlässt er es dann und wird dafür dann auch wiederum gelobt.
So würde ich es auch handhaben.
Aber ich denke, dass das bei ihm eines der Dinge ist, die nie so weit weg gehen, das es für ihn nie mehr ein Thema sein wird.
Das habe ich bei meinem alten Hund mit anderen Hunden auch nie erreicht. Ich war allerdings froh, dass er es bleiben lassen hat, andere Hunde einfach so anzugreifen. Neutral war er trotzdem nicht. Ich finde allerdings, damit kann man dann eigentlich auch zufrieden sein.

Es mag dann immer noch so sein, dass es der Bewegungsreiz ist, auf den er reagiert, vielleicht findet er Autos aufgrund der Geräusche auch einfach blöd, aber auch bei uns ist ja die Fähigkeit zur Anpassung begrenzt. Vermutlich siehst du es auch ganz genauso, weil du neulich ja in etwa sinngemäß geschrieben hast, dass du manchmal Dinge einfach auch so stehen lässt wie sie sind, und dich eben halt drauf einstellst.

So jedenfalls handhabe ich es auch und so sehe ich es auch.

Viele Grüße
Anila

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